Intonation – Klang bewusst gestalten
Für mich ist die Intonation eines Pianos kein rein technischer Vorgang.
Sie ist der Moment, in dem ein Piano beginnt, seine eigene Stimme zu zeigen.
Jedes Instrument bringt Voraussetzungen mit: Material, Alter, Raum, Nutzung.
Meine Aufgabe ist es, diesen Charakter zu erkennen und behutsam herauszuarbeiten – nicht zu verändern, nicht zu überformen.
Durch sorgfältige Intonation entsteht ein Klang, der ausgewogen, tragfähig und lebendig ist. Ein Klang, der sich über die gesamte Tastatur verbindet und auf feinste Nuancen des Spiels reagiert – vom leisesten Ton bis zur vollen Klangentfaltung.
Ein intoniertes Instrument schafft Vertrauen zwischen Spieler und Instrument. Wenn der Ton anziehend wirkt und sich der Spieler im Klang verliert, die Technik vergisst, ist die Arbeit getan. Intonation ist deshalb immer individuell. Sie richtet sich nach dem Instrument, dem Raum und vor allem nach dem Menschen, der spielt. Wenn sie gelingt, tritt die Technik in den Hintergrund – und die Musik kann sprechen.
Das Klangspektrum von 88 Tönen werden in dem Verlauf Bass, Mitten und Höhen ausgewogen und gleichmäßig herausgearbeitet. Dabei wird Toncharakter in den Eigenschaften Lautstärke, Dynamik, Charakter und Teiltonreichtum geformt.